Insider PollenPodcast
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Prognose für Tirol. Polleninformation für Tirol vom 5. Juni 2026.
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Prognose für Tirol. Polleninformation für Tirol vom 5. Juni 2026. Gräserpollensaison erreicht nun auch hohe Lagen in Tirol, allergene Belastung bleibt hoch. Die Gräserpollensaison hat inzwischen den gesamten Höhenbereich Tirols erreicht. Während die höchsten Pollenkonzentrationen weiterhin in Tallagen und tieferen Höhenstufen gemessen werden, sind Gräserpollen nun auch in höheren Lagen deutlich präsent. Die allergene Belastung bleibt daher in weiten Teilen Tirols erhöht und viele Personen mit Pollenallergien leiden derzeit unter ausgeprägten Beschwerden. Gräserpollen bleiben der dominierende allergene Pollentyp in Tirol. In vielen Tallagen werden weiterhin mäßige bis hohe Belastungen gemessen, insbesondere in der Nähe von Wiesen, Weiden, Grünflächen und Straßenrändern, wo die Pollenbelastung häufig am höchsten ist. Gräserpollen haben inzwischen auch höhere Lagen erreicht. Auf etwa 1500 Metern Höhe können derzeit hohe allergene Belastungen auftreten, während auf etwa 2000 Metern Höhe inzwischen mäßige Belastungen gemessen werden. Obwohl die Pollenkonzentrationen oberhalb von 2000 Metern weiterhin etwas geringer sind als in den Talagen, gibt es derzeit nur noch wenige Orte in Tirol, die weitgehend frei von Gräserpollenbelastung sind. Zusätzlich zu den Gräserpollen sind auch Wegerich- und Ampferpollen in der Luft vorhanden. Wegerichpollen besitzen ein mäßiges allergenes Potenzial und betreffen häufig Personen, die bereits auf Gräserpollen sensibilisiert sind. Ampferpollen gelten als weniger allergen, können jedoch Beschwerden bei Gräserallergiker ihnen verstärken. Zusammen können diese Pollentypen allergische Reaktionen zusätzlich intensivieren. In mittleren und höheren Lagen steht die Grünerle derzeit in voller Blüte. Es werden hohe allergene Belastungen durch Grün-Ehrlenpollen gemessen, wodurch sie neben den Gräserpollen zu den wichtigsten allergenen Pollentypen in höheren Lagen zählt. Die Birkenpollensaison ist in Tirol nun offiziell beendet. Nach einer ungewöhnlich langen und intensiven Saison stellen Birkenpollen in den meisten Regionen keine relevante allergene Belastung mehr dar. Obwohl Pollen von Fichte und Kiefer weiterhin in großen Mengen in der Luft vorhanden sind, stellen sie aufgrund ihres geringen allergenen Potentials keine wesentliche Belastung für Allergikerinnen dar. Darüber hinaus werden unter anderem Pollen von Zypressengewächsen, Holunder, Brennnessel und Sauergräsern nachgewiesen. Diese besitzen derzeit jedoch nur eine geringe allergene Relevanz. Die Kombination aus warmen Temperaturen und erhöhter Luftfeuchtigkeit hat in den vergangenen Tagen günstige Bedingungen für das Wachstum von Pilzen und die Bildung von Sporen geschaffen. Dadurch nehmen die Konzentrationen von Pilzsporen in der Luft derzeit zu. Bei empfindlichen Personen können Pilzsporen Atemwegsbeschwerden verursachen oder bestehende Allergiesymptome zusätzlich verstärken. Das Wetter bleibt in den kommenden Tagen wechselhaft, mit einem Wechsel aus sonnigen und regnerischen Abschnitten. Sonnige Phasen begünstigen die Freisetzung von Pollen und können zu hohen allergenen Belastungen führen, während Niederschläge die Pollenkonzentrationen in der Luft vorübergehend reduzieren und kurzfristig für Entlastung sorgen. Insgesamt wird die Belastung durch Gräserpollen jedoch während der gesamten Woche hoch bleiben. Während Gewittern können rasche Änderungen von Luftfeuchtigkeit und Luftdruck dazu führen, dass Pollenkörner in sehr kleine Partikel zerfallen. Diese können tief in die Atemwege gelangen und bei empfindlichen Personen schwere allergische Reaktionen oder Asthmaanfälle auslösen, ein Phänomen, das als Gewitterastma bezeichnet wird. AllergikerInnen wird daher empfohlen, sich während Gewittern möglichst in Innenräumen aufzuhalten und Fenster geschlossen zu halten.